
| Die Barmherzigen Plateausohlen | Photos (klicken!) | Playlist |
| Die Missionare der Liebe ... Liebe um 11:00 morgens nach total verhiphopter Nacht? Keine leichte Sache, doch schließlich haben es die Plateausohlen ja auch zu Rock Am See geschafft, mit Hilfe ihrer treuen Fangemeinde, die 300 Postkarten an die Veranstalter schickte, um ihre Missionare auf das Billing zu kriegen. Anscheinend waren auch alle Absender dieser Karten vollzählig vor der Bühne angetreten, denn da war trotz "nachtschlafender" Stunde einiges los. Die Plateausohlen hielten an jeder wichtigen Schlagerstation auf ihrer Weltreise (nach Mallorca) ... Gleich zu Anfang in Mendocino fand man Alice im Wagen vor sich, doch als man begeistert feststellte, daß eine neue Liebe wie ein neues Leben ist. brachen alle verfügbaren Materialien und man beschloß Richtung Mexico zu ziehen und New York links liegen zu lassen, obwohl man noch nicht dort war. In Mexico traf man dann bei der Fiesta Speedy Gonzales wieder, um mit Kennermiene festzustellen, daß es Sommer war. Eine Schlagerweltreise erster Klasse, die mindestens dreihundert glückliche vom Dauersingen heisere Menschen bei nächster Gelegenheit bestimmt wieder beim Reiseunternehmen der barmherzigen Plateausohlen buchen werden. |
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01. Mendocino 02. Im Wagen Vor Mir 03. Alice 04. Eine Neue Liebe Ist Wie Ein Neues Leben 05. Marmor, Stein Und Eisen Bricht 06. Ich War Noch Niemals In New York 07. Fiesta Mexicana 08. Speedy Gonzales 09. Hello Again 10. Es War Sommer |
| Prophets Of Rage | Photos (klicken!) | Playlist |
| "Kommen die aus Brooklyn?", "Ne, die sind West Coast: South Central.", "Ähem, die sind aus Kaiserslautern." "Oh!" Diverse Dialoge dieser Art konnte man im leider etwas weniger zahlreichen Publikum erlauschen, als die Prophets of Rage die Bühne mit ihrem puren Hip Hop enterten. Die geringe Anzahl der Menschen vor sich störte die Prophets aber nicht, schließlich geht es ihnen - wie Éwol in den dreizehn Fragen erklärte - nicht darum, bei möglichst vielen irgendeinen Eindruck zu machen, sondern bei manchen einen möglichst großen. Und den machten sie auch mit der wunderbar harmonierenden Liveband und vor allem mit den beiden harmonierenden Frontrappern Éwol und Styxx, die sichtlich Spaß an der Sache hatten. Als dann zum vorletzten Lied ihr Kollege von Headcrash die Bühne betrat, um "Plan B" im wahrsten Sinne des Wortes runterzuschmettern, gab es sowohl vor der Bühne als auch auf der Bühne kein Halten mehr. Herrlich. |
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01. Praxis(=Intro) 02. Emcee 03. Cum Wid It 04. Universal C. 05. Kawng 06. Son 07. Dictator Tots 08. Plan B 09. Brujeria |
| Fiddler's Green | Photos (klicken!) | Playlist |
| Vom Hip Hop zum Irish Folk, das ist schon ein ziemlicher Sprung und so wechselte das Publikum auch fast komplett und alterte im Durchschnitt auch um ein paar Jährchen. Wobei sich während des Konzertes herausstellte, daß sich die Fiddler's gar nicht so streng auf den traditionellen Irish Folk konzentrierten, sondern ihn geschickt erweiterten. Da blitzten tatsächlich mal ein paar Hip Hop Beats auf, plötzlich suchte man irgendwie Bib Marley auf der Bühne und an mehreren Stellen fand sich auch ein Digeridoo ein. Doch trotz der ganzen musikalischen Abstecher, hatte man die ganze Zeit Irland im Hinterkopf. Es war einfach eine perfekte Kombination. Es gehört schon einiges dazu, am Losheimer Stausee auch nur ansatzweise (noch dazu ohne Guiness Bier) Assoziationen an ein irisches Pub zu wecken, doch die Fiddler's schafften es zumindest bei mir und wenn ich ins Publikum schaute, ging es einer nicht unbeachtlichen Anzahl von Menschen genauso. In dem Sinne "Hip Hurray". |
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01. Little Beggarman 02. Fiddler's Green 03. Make Up Your Mind 04. Carlow 05. Haughs Of Cromdale 06. Market Day 07. Hip Hurray 08. Spinning Round 09. Step It Out 10. Tribal Dance 11. Mary Macvk 12. Now Or Never 13. Profiteers 14.Gallant Murray |
| Turbonegro | Photos (klicken!) | Playlist |
| War der Sprung von den Prophets zu den Fiddler's schon beachtlich, so war der jetzige Sprung vom bodenständigen Irish Folk zum Punkrock, vorgetragen durch mehrere - nach eigenen Angaben in ihrer sexuellen Richtung sehr unentschlossene - Norweger mit grottenschlechten Makeup aber sauberen Jeans, ein Hyperraumsprung. In bester "Hier kommt keiner mehr lebend raus" Punkrockmanier wurden die Songs dem Publikum vor den Latz geknallt, so daß man zeitweise an die Ramones denken musste. Hank gebärte sich am Mikrofon, wie eine, hm, wie ein, hm eigentlich schwer zu sagen, teilweise wie ein kleines Mädchen mit seinen Pipi Langstrumpf Zöpfen, dann wie eine alte Gift und Galle spuckende Hexe und zwischenzeitlich wie ein mordsmäßig wütendender Mann. Kurzum er war echt unterhaltsam, vor allem, als er sich partout nicht vom Wort "Erection" trennen wollte und die turbonegro-Pyrotechnik ins Legendäre hob, indem er wiedermal eine hintengelegene Körperöffnung als Abschussrampe benutzte. Na wenn ihm das Spaß macht, dem Publikum machte es auf jeden Fall sehr viel Spaß und so war es eigentlich ganz okay, daß kurz danach der Schiedsrichter abpfiff, sprich den Strom abklemmte, schließlich sollte man am Höhepunkt einer Show immer aufhören. Peng. |
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01. Damp 02. Hello 03. Self Dest 04. Dungaree 05. Get It On 06. Just Flesh 07. Darkness 08. Rock Vs. Ass 09. Motherfucker 10. Nambla 11. Rendezvous 12. Denim 13. Erection 14. Rodeo 15. Good Head |
| Junkie XL |
| Tja, danach enterten Junkie XL die
Bühne, die der Autor leider nicht mitbekam, da er zu dieser Zeit erst Michel von Such A
Surge für die 13 Fragen ins Kreuzverhör nahm und sich dann mit der charmanten weiblichen
Hälfte des Veranstalterpaares unterhielt. Deswegen kommt hier nun der Außenreporter
Markus Thomas zu Wort: "Ich habe Junkie XL zuvor noch nie gehört und muß sagen, daß die Ankündigung im Programmheft "besser als Prodigy"etwas aus der Luft gegriffen war. Der Sound von Junkie XL war zwar O.K. aber nicht so energiegeladen wie Prodigy, was man auch am etwas lahmen und uninteressierten Publikum sehen konnte. Obwohl sich die Jungs echt mühe gegeben haben auf der Bühne Bewegung in die Show zu bringen." |