Rock Am See 98 - Freitag

The Chaps Photos (klicken!) Playlist
Mit den Chaps wurde die Tradition fortgesetzt, Rock Am See mit einer lokalen Band einzuläuten. Die Chaps hatten eigentlich überhaupt nicht mit dem typischen Opener-Problem in Form eines nicht existenten Publikums zu kämpfen. Im Gegenteil! Vor der Bühne tummelten sich jede Menge eingefleischte Fans, die den progressiven Rock "ihrer" Chaps frenetisch bejubelten. Vor allem der Sänger konnte mit seiner Stimme - die mich komischerweise die ganze Zeit an Helloweens "Live in the U.K." erinnerte - überzeugen. In den knappen 30 Minuten, die die Chaps auf der Bühne verbrachten, setzten sie ein ziemlich deutliches akustisches Zeichen Richtung Campingplatz, auch vor dem "fetten Brot" mal bei der Bühne vorbeizuschauen. The Chaps

The Chaps

The Chaps

01. Galileo
02. Es Ist Zeit
03. Alte Jungfrau
04. Frauen
05. Krieg
06. Ilse
07. Meine Liebe
08. A Small Boy

 

Terrorgruppe Photos (klicken!) Playlist
Tatort Erdkundeunterricht, Thema "Was ist Aggropop?". Antwort: Da die Terrorgruppe es leid waren, in irgendwelche musikalischen Schubladen gesteckt zu werden, zimmerten sie sich kurzerhand eine eigene und schrieben "Aggropop" drauf. Setzen! Eins Plus!
Was in der Schublade  der Aggropopper nun rumfliegt, davon bekam das Publikum bei Rock Am See die volle Breitseite: gitarrenlastige Punkrockkracher, uptempo Ska-Nummern, midtempo Popsongs, ein bisschen Jazz ... Alles bunt durcheinandergemischt. Garniert mit hübschen Anekdoten als Ansagen aus den Themenbereichen Hausbesetzung, WM, Politik, Homosexualität, Schmuggel ... Oben drauf ein kleiner Moshpit und fertig war eine richtig gute Show.
Terrorgruppe

Terrorgruppe

Terrorgruppe

01. Amerika
02. Skateboard
03. Opa
04. Neulich Nacht
05. Strand
06. Katholiken
07. Der Rhein
08. Platzverweis

09. Keiner Hilft Euch
10. Wochenend
11. CSU
12. Sabine
13. Wir Müssen Raus
14. 5 Kilo Im Darm

 

Strung Out Photos (klicken!) Playlist
Zur nächsten Schublade: MelodyCore. So bezeichnen die 5 Menschen aus dem sonnigen Kalifornien ihre Musik. Schnell, laut, aber doch mit dem gewissen Gespür für die Melodie führten sie das durch die Terrorgruppe schon leicht aufgewärmte Publikum, langsam aber sicher in die Richtung eines kleinen aber richtig feinen Moshpits. Der Sänger schwitzte wie ein IchWeißNichtWasAberGanzSchönNassesDing, was ihn für den durch das Publikum aufgewirbelten Staub sehr attraktiv machte. Nichtsdestotrotz legten sich Strung Out mächtig ins Zeug, wohl der Tatsache bewußt, daß sie die einzigen MelodyCore-Schubladenvertreter beim diesjährigen Festival waren, und ließen ziemlich früh ihren Megakracher vom legendären "Survival Of The Fattest"-Sampler von Fat Wreck Chords vom Stapel. Natürlich kamen auch Lieder vom neuen Silberling "Twisted By Design" zu Gehör, die extrem überzeugten konnten. Strung Out

Strung Out

Strung Out

01. In Harms Away
02. Bring Out Your Dead
03. Rotten Apple
04. Deville
05. Mind Of My Own
06. Population Control
07. Radio Suicide
08. Somnomulance

09. Paper Walls
10. Ice Burn
11. Better Days
12. Solitaire
13. Ashes
14.Too Close To See
15. Ultimate
16. Wrong Side Of The Tracks
17. Fire Cracker

 

Vivid Photos (klicken!) Playlist
Die Vivids (Salzgitter! Nicht Salzburg!) hatten großes Glück, daß ihr Sound glasklar dem Publikum um die Ohren fegte. Denn gerade der gezielte Einsatz von Samples und anderen kleinen elektronischen Spielereien ist es, was Vivid - zu recht - an die Spitze der Charts klettern ließ. So fanden sich jede Menge Menschen vor der Bühne ein, von denen der männliche Teil den wirklich guten Sound genoßen, der weibliche Teil seine Aufmerksamkeit eher vorne in die Mitte der Bühne lenkte, wo Thomas, der Sänger, augenscheinlich eine gute Zeit hatte und auch sein Publikum genauer unter die Lupe nahm: Seine "Untersuchungen" ergaben, daß die Anzahl der BHs proportional zur Nähe zur Bühne sinkt. Hm, nun ja. Wenn er meint. Anscheinend sind die Vivids das gewöhnt, denn souverän zogen sie ihr Set durch und ernteten auch mächtig Applaus. Vivid

Vivid

Vivid

01. I Hate You
02. We Have
03. Still
04. Fade Away
05. Believe
06. Sungodown
07. The Game
08. Won't Look Back

09. Over

 

Fünf Sterne deluxe Photos (klicken!) Playlist
Die Fünf Sterne sind eigentlich Vier, also Der Tobi & Das Bo plus zwei und machen Hip Hop deluxe mit Betonung auf Hop, wenn man betrachtet, was vor der Bühne abging: Das gesamte Publikum hoppte sich tatsächlich den ganzen Set der 5 Sterne lang die Seele aus dem Leib bzw. den Staub in die Lunge. Was ihnen eigentlich auch nicht zu verdenken ist, da Tobi und Bo, äh, Co eine echte Party zelebrierten. Gleich zu Anfang Silium den Titeltrack ihres ersten Silberlings abgeschossen und es konnte nichts mehr schiefgehen. Beim Medley von Tobi und Bo war die Schwerkraft letztendlich besiegt und es gab kein Halten mehr. Die ersten "echten" Crowdsurfer, also die die mehr als drei Köpfe kommen, wurden gesichtet und einer der fünf Sterne war so überwältigt von der Stimmung, daß er erstmal am Bühnenboden horchte, aber zur Freude des Publikums reaktiviert wurde und "die Herzen schneller schlagen ließ". Am Schluß wollten so ziemlich alle "mit den Sternen gehen", also gab es erstmal Autogramme ohne Ende ........ Fünf Sterne deluxe

Fünf Sterne deluxe

Fünf Sterne deluxe

01. Silium
02. 17+4
03. 5 Sterne
04. Deluxe Im Kopf
05.Dördigkeit
06. Tobi & Bo Medley
07. HipHopClowns Und Partyrapper
08. Dein Herz Schlägt Schneller

09. Willst Du Mit Mir Gehen
10. Discotizer

Weiter zu Fettes Brot, Lemonbabies, Eins/Zwo, TWO, Massive Töne, Apocalyptica und DJ Hausmarke